Ein Set ist sinnvoll, wenn seine Rohrvariante und Anschlusskomponenten zur fertig geplanten Anbindung passen. Meterware bietet Spielraum für abweichende Leitungswege und Übergänge. Vergleichen Sie beide Varianten anhand derselben hydraulischen und baulichen Anforderungen sowie einer vollständigen Stückliste.
Den Druckverlust bis zum Geräteanschluss rechnen
Die Erdleitung erhält nicht die gesamte Restförderhöhe der Wärmepumpe. Im betrachteten Kreis beanspruchen auch die übrige Verrohrung, Armaturen und Übergänge einen Teil davon. Entscheidend ist der Bezugspunkt der Geräteangabe: Bereits in der Restförderhöhe berücksichtigte interne Widerstände dürfen nicht nochmals abgezogen werden. Vergleichen Sie die verbleibenden Widerstände des vollständigen Fließwegs bei dem erforderlichen Volumenstrom mit dieser verfügbaren Restförderhöhe. Neben dem Auslegungsvolumenstrom bleiben die geräteseitigen Mindestdurchflussanforderungen maßgebend.
Prüfen Sie besonders die Anschlussstrecke: Reduzierungen, Winkel, kurze Schläuche und Armaturen verschwinden leicht aus einer Rechnung, die nur Rohrmeter berücksichtigt. Ein größeres Erdleitungsrohr vermindert diese zusätzlichen Widerstände nicht. Anschlussgewinde und Rohr-Nennweite beschreiben außerdem keinen durchgehend gleichen freien Querschnitt. Für PEX- und Edelstahlwellrohr sind die jeweiligen Druckverlustdaten einschließlich der zugehörigen Verbinder anzusetzen; eine gemeinsame Größenbezeichnung macht die Bauarten hydraulisch nicht gleichwertig.
Den Übergang zum Gerät räumlich und mechanisch planen
Zeichnen Sie den letzten Leitungsabschnitt bis zu Vor- und Rücklaufanschluss mit Übergangsstücken und gegebenenfalls Geräteanschlusszubehör. Gewindegröße, Gewindeart und Dichtprinzip müssen zusammenpassen. Ein im Rohrset enthaltener Übergang stellt zunächst den Anschluss am Mediumrohr her; er bestätigt noch keine direkte Verbindung zur konkreten Wärmepumpe.
An dieser Stelle brauchen Verschraubungen Werkzeugraum und die vorgesehenen Befestigungen Platz. Die Wärmeleitung darf ihre thermischen Bewegungen nicht ungeplant in Geräteanschlüsse oder Inneninstallation einleiten. Legen Sie das Befestigungsdetail nach dem Rohrsystem fest und berücksichtigen Sie die Anschlussvorgaben des Geräts. Erst damit lässt sich beurteilen, welche Teile des Sets tatsächlich verwendbar sind.
Erdverlegte Leitungen dürfen niemals starr direkt an die Vor- und Rücklaufstutzen eines Monoblock-Außengeräts angeschlossen werden. Kompressorschwingungen übertragen sich sonst ungehindert als Körperschall ins Erdreich und über die Hauseinführung ins Gebäude. Zwischen Rohrende und Gerät sind stets flexible, diffusionsdichte Anschlussschläuche oder Schwingungsdämpfer vorzusehen.
Die Einführungsgeometrie vor der Lieferlänge festlegen
Die kritischen Strecken liegen oft am Austritt aus dem Erdreich und vor der Hauseinführung. Dank der mehrlagigen PE-X-Schaumdämmung (λ = 0,040 W/[mK] nach DIN 52613) zeichnen sich Wärmepumpenrohre durch eine besonders hohe Flexibilität aus. Die minimalen Biegeradien betragen je nach Nennweite lediglich 0,50 bis 0,70 m und ermöglichen eine zügige Hauseinführung auch bei beengten Platzverhältnissen.
Prüfen Sie den Bogen im Schnitt mit Fundament, Wand und geplanter Anschlusshöhe. Ermitteln Sie die Lieferlänge aus diesem Verlauf einschließlich der benötigten Endbearbeitung. Zusätzliche Länge ist nur nutzbar, wenn sie ohne unzulässigen Bogen untergebracht werden kann. Bei einer erforderlichen Verbindung im Erdreich gehören Verbinder, Nachdämmung, äußerer Abschluss und deren Montagezugang in den Variantenvergleich; sie ist keine reine Längenkorrektur.
| Rohrtyp | Nennweite | Außenmantel D | Kabelschutzrohre (KSR) | Min. Biegeradius | Gewicht |
|---|---|---|---|---|---|
| SR PEX Wärmepumpenrohr KSR | 2x 32 × 2,9 mm (DN 25) | 125 mm | 32/24 mm + 25/20 mm | 0,50 m | 1,80 kg/m |
| SR PEX Wärmepumpenrohr KSR | 2x 40 × 3,7 mm (DN 32) | 145 mm | 32/24 mm + 25/20 mm | 0,60 m | 2,10 kg/m |
| SR PEX Wärmepumpenrohr KSR | 2x 50 × 4,6 mm (DN 40) | 160 mm | 32/24 mm + 25/20 mm | 0,65 m | 2,50 kg/m |
| SR EW Wärmepumpenrohr KSR | 2x DN 25 (Edelstahl 1.4404) | 125 mm | 32/24 mm + 25/20 mm | 0,50 m | 1,70 kg/m |
| SR EW Wärmepumpenrohr KSR | 2x DN 32 (Edelstahl 1.4404) | 145 mm | 32/24 mm + 25/20 mm | 0,60 m | 2,00 kg/m |
| SR EW Wärmepumpenrohr KSR | 2x DN 40 (Edelstahl 1.4404) | 160 mm | 32/24 mm + 25/20 mm | 0,70 m | 3,00 kg/m |
Frostschutz vor der Materialfestlegung klären
Bei wasserführenden Außenanbindungen gehört der Zustand ohne Wärmeerzeugung und ohne Stromversorgung zum Frostschutzkonzept. Die Dämmung verzögert das Auskühlen, stellt aber allein keinen dauerhaften Frostschutz her. Eine betriebsabhängige Frostschutzfunktion und ein frostgeschützter Flüssigkeitskreis haben deshalb unterschiedliche Voraussetzungen.
Ist eine Systemtrennung mit Frostschutzgemisch vorgesehen, ändern sich Medium und hydraulischer Aufbau. Berücksichtigen Sie Gemisch, Konzentration und Temperatur in der Auslegung sowie den zusätzlichen Wärmetauscher im betreffenden Kreis. Rohr, Dichtungen und Gerätekomponenten müssen für das vorgesehene Medium geeignet sein. Ob dieses Konzept vorgesehen ist, folgt aus der Geräte- und Anlagenplanung; die Bezeichnung Wärmepumpenrohr-Set legt es nicht fest.
Den Setumfang gegen die Montage-Stückliste prüfen
Die PEX-Sets unseres aktuellen Sortiments enthalten wahlweise 4 bis 20 Laufmeter SR PEX Wärmepumpenrohr, vier Klemm-Übergänge mit Außengewinde und zwei Gummiendkappen. Die EW-Sets enthalten 4 bis 20 Laufmeter SR EW Wärmepumpenrohr aus hochflexiblem Edelstahlwellrohr (1.4404), vier Verschraubungssets mit Außengewinde (inkl. Segmentklemmring, Messingnippel und Flachdichtung) sowie zwei Gummiendkappen. Beide Rohrvarianten verfügen über zwei integrierte PVC-U Kabelschutzrohre: KSR 1 (32/24 mm) für die Hauptstromzuleitung und KSR 2 (25/20 mm) für Steuer- und Sensorleitungen.
Ein Set reduziert die separate Beschaffung, wenn genau diese Komponenten gebraucht werden. Bei anderen Anschlüssen oder einer abweichenden Trassenlänge kann Meterware (bis 100 m Bundlänge) mit gezielt ausgewähltem Zubehör die passendere Zusammenstellung ergeben. Zu beachten ist, dass Mediumrohre aus PE-Xa und Edelstahl thermischer Ausdehnung unterliegen: Festpunkte (Fixpunktschellen) müssen an jedem Rohrende im Gebäude gesetzt werden, um Kräfte auf nachgelagerte Armaturen abzufangen. Gebäudeabdichtung (z. B. Ringraumdichtung DWD), Panzerschläuche zur Entkopplung und Elektrokabel sind bauseits zu ergänzen.
| Komponente | Im Wärmepumpen-Set | Bauseitig bereitzustellen | Fachlicher Zweck |
|---|---|---|---|
| Erdverlegte Vor-/Rücklaufleitung | Enthalten (PEX-a SDR 11 oder Edelstahl 1.4404, 4–20 m) | – | Wärmetransport im isolierten Verbundmantel |
| Integrierte Leerrohre | Enthalten (2x PVC-U KSR: 32/24 mm und 25/20 mm) | – | Führung von Versorgungs-, Steuer- und Buskabeln |
| Rohrendabschlüsse | Enthalten (2 Gummi-Endkappen) | – | Feuchtigkeitsschutz der Schnittstellen-Dämmung |
| Medienverbinder | Enthalten (4 Klemm-Übergänge bzw. EW-Verschraubungen) | – | Anschluss der Mediumrohrenden an Gewinde |
| Festpunktbefestigung | Nicht enthalten | Fixpunktschellen an beiden Rohrenden | Aufnahme thermischer Längenänderungen und Eigenspannungen |
| Gebäudeabdichtung | Nicht enthalten | Ringraumdichtung (DWD) / Mauerkragen | Fachgerechte Abdichtung gegen Bodenfeuchte/Wasser |
| Schwingungsentkopplung | Nicht enthalten | Flexible Panzerschläuche am Gerät | Vermeidung von Schwingungs- und Schallübertragung |
| Elektro- & Fühlerkabel | Nicht enthalten | Strom- und Busleitungen nach Herstellervorgabe | Geräteversorgung durch die integrierten Leerrohre |
| Frostschutzeinrichtung | Nicht enthalten | Frostschutzventil oder Begleitheizung | Schutz wasserführender Leitungen bei Netzausfall |
- Set verwenden: Wenn abgestimmte Fixlängen von 4 bis 20 m und Außengewinde-Übergänge genau zur geplanten Trasse passen.
- Meterware zusammenstellen: Bei Trassen über 20 m (bis 100 m Bund), speziellen Übergängen oder individuellen Mauerdurchführungen.